Rahmenbedingungen

VorĂŒberlegungen

Bevor man sich an ein Track-/Ringtool-Projekt macht, sollte man sich erstmal Gedanken machen. Der Aufbau und der Unterhalt eines Track-/Ringtools ist ein extremer finanzieller und zeitlicher Aufwand. Meist ist ein Track-/Ringtool ein reiner Zweit- oder Drittwagen. Klar kann man auch mit einem Track-/Ringtool zum Einkauf fahren, ob das auf Dauer allerdings so sinnvoll und praktisch ist, ist eine andere Frage 😉

Ich möchte vorab noch hinzufĂŒgen, dass ich Respekt vor jedem habe, der ein solches Projekt startet und beendet, ganz egal welche Rahmenbedingungen er hat! In vielen Foren werden teilweise Leute zur Schnecke gemacht, weil sie keine 50.000 Euro fĂŒr ein solches Projekt in der Tasche haben. Meine Meinung ist, dass man auch mit wenig Geld seinen Spass auf der Rennstrecke haben kann. Man sollte immer nur genĂŒgend Respekt vor der Rennstrecke haben und nicht auf 1/10 Sekunden-Jagd gehen, wenn man das Auto nicht komplett ausrĂŒsten kann.

Zu folgenden Kategorien sollte man eine Antwort haben

 Nr.  Frage  Optionen
1. Wie viel Geld möchte ich ausgeben? Hier muss man in die Investition unterscheiden, die man am Anfang fĂŒr den Kauf eines Basiswagens tĂ€tigt, die Umbaukosten und schlussendlich die Instandhaltungskosten. Man kann sich irgendeine alte Gurke fĂŒr 500 Euro holen, oder sich einen Porsche fĂŒr 50.000 Euro. Je nach Geldbeutel 😉 Die Kosten fĂŒr den Umbau und die Instandhaltung steigen dann natĂŒrlich auch. Allerdings wird man mit einer 500 Euro Gurke auch nicht lange seine Freude auf der Rennstrecke haben…
Teilweise bekommt man schon fĂŒr 2.000 bis 3.000 Euro eine gute Ausgangsbasis, die man leerrĂ€umen kann und der man ein gescheites Fahrwerk verpassen kann. Dann ist man vielleicht mit 4.000 Euro dabei und kann schon richtig viel Spass haben 😉
2. Wie weit möchte ich den Umbau treiben?
  • Das Auto wird möglichst serienah gehalten und eventuell nur das Fahrwerk angepasst.
  • Eine Radikalkur und das Auto wird komplett umgebaut (z.B. Breitbau, Leichtbau, stĂ€rkerer Motor, etc.).
  • Irgendwas zwischendrin (z.B. Motor wird wie in der Serie belassen, aber es wird so weit wie möglich versucht Gewicht zu sparen und auf Sicherheit zu gehen).

HĂ€ngt alles von der Lust & Laune und vom Geldbeutel ab.

3. Wie viel Zeit steht mir zur VerfĂŒgung?
  • Ist das Projekt meine Lebensaufgabe oder ein Hobby?
  • Habe ich einen stressigen Job?
  • Habe ich Familie?

Das alles kann ein solches Projekt extrem in die LĂ€nge ziehen.

4. Was fĂŒr Werkzeuge habe ich bzw. was fĂŒr technische Möglichkeiten habe ich fĂŒr den Umbau?
  • Es wird ein Stell- und ein Schrauberplatz benötigt.
  • Eine HebebĂŒhne ist sehr vorteilhaft.
  • Undenkbar vieles und verschiedenes Werkzeug muss vorhanden sein oder angeschafft werden (Kostenaspekt).
  • Wenn man nicht selbst Kfz-Mechaniker ist, ist ein helfender Kfz-Meister in der Familie/Bekanntenkreis extrem hilfreich.
5. Die eigene Motivation und FÀhigkeiten! Erstmal steht die Entscheidung im Raum, ob man selbst umbauen möchte, oder Geld in die Hand nimmt und alles machen lÀsst.
Bei beidem ist die eigene Motivation extrem wichtig (beim selbst schrauben natĂŒrlich umso mehr). Bei einem Track-/Ringtool-Projekt werdet ihr auf Herausforderungen stoßen, an die ihr vorher in keiner Weise gedacht habt. Da kann man so viel planen wie man will. Außerdem wird es zwischen 20% und 50% teurer als vorher durchgerechnet, da man etliche (teure) Kleinteile bei der Kalkulation vergisst.
Weiterhin sollte man die eigenen FĂ€higkeiten gut einschĂ€tzen können. Wenn man noch nie einen MaulschlĂŒssel in der Hand hatte, sollte man wohl besser wenig selbst machen.

Im Endeffekt muss sich jeder die einzelnen Fragen selbst beantworten und damit seine Rahmenbedingungen festlegen.

Mein Projekt siedelt sich wohl bei allen Punkten irgendwo in der Mitte an. Dies bitte im Hinterkopf behalten, wenn ihr die Umbaustory lest!