Satz Semi-Slicks

Im vorherigen Post (guckst du hier) hatte ich bereits beschrieben, wie ich die Bordsteinschäden aus den 17 Zoll Felgen entfernt hatte und danach die Felgen lackiert hatte. Dieser erste Satz Felgen sollte nun noch mit Semi-Slicks bezogen werden, damit die heitere Kurvenfahrt auf der Nordschleife bei trockenem Wetter erst so richtig Spaß machen kann. Für die regnerischen Tage hatte ich mir bereits Regenreifen gekauft (guckst du hier).

Semi-Slicks sind im Prinzip ein Zwischentyp von normalen Straßenreifen und Slicks. Sie haben meist eine spezielle Gummimischung, ein auf das Notwendigste reduziertes Profil und verstärkte Seitenwände.

Vorteile von Semi-Slicks:

  • In der Performance sind sie auf trockener Straße jedem normalen Straßenreifen überlegen.
  • Die meisten Semi-Slicks haben eine TÜV-Zulassung.

Nachteile von Semi-Slicks:

  • Bei nasser Fahrbahn kommt man viel leichter ins Rutschen, als mit normalen Straßenreifen.
  • Sie müssen zuerst warm gefahren werden, bevor sie ihre volle Leistung entfalten. Hier muss unbedingt eine Auge auf den Reifendruck geworfen werden.
  • Sie sollten nur in einem bestimmten Druckbereich gefahren werden.
  • Sie halten keine niedrigen Temperaturen aus.
  • Das Profil ist meist ab Werk schon relativ niedrig (teilweise nur 5mm).

Da ich mir ja ein Ringtool und keinen Alltagswagen angeschafft habe, überwiegen natürlich die Vor- den Nachteilen 😉 😉

Auch bei Semi-Slicks scheiden sich die Geister. Es gibt gute, schlechte, teure und billige. „Teuer“ bedeutet hier nicht immer gleich „Gut“!

Prinzipiell war ich auf der Suche nach einen guten und günstigen Reifen. Ich brauchte keinen Reifen, mit dem ich die letzten 1/10 Sekunden geiern konnte, sondern einen Reifen, der deutlich einem Straßenreifen überlegen war, jedoch die ganzen negativen Aspekte so wenig wie möglich ausgebildet waren.

Zu den absoluten Top-Semi-Slicks zählt wohl der „Michelin Pilot Sport Cup“ oder der „Toyo Proxess R888“. Beides sind Top-Reifen, aber relativ teuer. Nach sehr vielen Recherchen bin ich auf den „Federal 595 RS-R“ gestoßen. Je nachdem wo man schaut, wird der Reifen als Semi-Slick oder Ultra High Performance (UHP) Reifen gelistet. Ein UHP-Reifen ist eine Nummer unter einem Semi-Slick. Der Federal 595 RS-R soll sich jedoch wie ein Semi-Slick verhalten. Natürlich sind die beiden anderen genannten Reifen etwas besser, aber wie gesagt, mir kam es nicht auf die 1/10 Sekunde an.

Vorteile vom Federal 595 RS-R:

  • Ist im Prinzip ein Semi-Slick.
  • Wird oft in der Slalom- und Drifterszene und bei vielen Teams als Regenreifen auf dem Rundkurs gefahren (kann also nicht schlecht sein). Info: Warum als Regenreifen? Als Trockenreifen nehmen die komplette Slicks 😉
  • Dadurch ist die Nasshaftung noch akzeptabel.
  • Hat ca. 7mm Profil.
  • Kostet in meiner Größe (225/45 R17) nur knapp 100 Euro pro Reifen!

Nachteile vom Federal 595 RS-R:

  • Bei nasser Fahrbahn eben trotzdem kein Straßenreifen.
  • Federal ist eine asiatische Marke. Meist hört man von denen nichts Gutes. Die normalen Federal Straßenreifen kann man wohl auch in die Tonne kloppen, aber diesen Semi-Slick wohl nicht 😉

Damit war die Entscheidung einfach: KAUFEN!

Hier nochmal der bereits montierte Reifen. Mein Reifenhändler hatte übrigens arge Probleme den Reifen auf die Felge zu bekommen (und dabei meine frisch lackierten Felgen nicht zu zerkratzen). Dies kommt daher, da der Reifen eine verstärkte Seitenwand hat, um bei hohen Kurvengeschwindigkeiten nicht zu verwinden. Eine Menge an Schmierpaste war da notwendig, aber dann hat es geflutscht 😉

 

Und hier das schöne V-Profil. Bin echt mal gespannt, was der Reifen kann 😉 😉