Gruppe A Auspuffanlage

Ich hatte mir bereits Anfang 2016 eine Gruppe A Auspuffanlage von FSW im Sonderangebot gekauft. FSW ist eine Tochterfirma von Remus und sollte damit recht gute Ware herstellen. Klar darf man hier keine zu hohen Ansprüche auf das Aussehen der Schweißnähte haben, aber wer achtet bei einem Ringtool schon auf die Schönheit von unten? 😉 Hauptsache der Auspuff ist dicht und die Nähte halten. Schönheit ist da zweitrangig.

Wichtig war, dass der Auspuff von einem namhaften Hersteller ist, eine ABE hat und komplett aus Edelstahl ist. Gruppe A Anlage bedeutet dabei, dass der End- und Mittelschalldämpfer bis zum Flansch ersetzt wird und das Ganze eine Straßenzulassung hat.

Was bringt so ein Auspuff?

  1. Ein neuer Auspuff war sowieso fällig und da wollte ich mir gleich einen aus Edelstahl holen (damit hat man kein Problem mehr mit dem Rost).
  2. So eine Gruppe A Anlage bringt vielleicht 2-3 PS. Um noch mehr rauszuholen, müsste auch der Fächerkrümmer ersetzt werden. Kommt vielleicht irgendwann mal später 😉
  3. Natürlich sehen die Endrohre viel aggressiver aus.
  4. Einen viel schöneren sportlichen Sound. Hier gibt es auch Unterschiede und man sollte darauf achten keine Krawallbüchse zu bekommen. Das ist einfach nur peinlich. Ein dezenter dumpfer sportlicher Sound ist meiner Meinung nach ideal. Ich habe zuvor viel recherchiert und mir Soundprofile angehört. Die FSW Anlage erschien mir auch vom Sound her genau richtig zu sein.

Bereits im Februar 2016 hatte ich das Auto an meinem Schrauberplatz auf zwei Böcke aufgebockt und mir den alten Auspuff von unten angeschaut. Wie bereits mehrfach erwähnt, ist der BMW ein Rentnerauto mit sehr wenigen Kilometern (guckst du hier), demnach war auch noch der erste Auspuff verbaut. Speziell die Verbindung vorne am Flansch hatte mich interessiert, da ich mir schon dachte, dass 17 Jahre hier ihr rostiges Werk getan haben. Und so war es auch. Die Verbindung war komplett zugerostet. Deshalb entschied ich mich dafür den Auspuff nicht zu Hause zu wechseln, sondern zum Anfang der Saison in eine Hobbywerkstatt zu fahren und mir dort falls notwendig das richtige Werkzeug ausleihen zu können.

Eine weise Entscheidung wie ihr gleich sehen werdet!!!

Jetzt aber im Detail, wie sieht so eine Gruppe A Anlage aus:

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Die Flanschverbindung mit rechts den Dichtungen und Schrauben und mittig links den Gummilagern zur Montage.

 

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Der Mittelschalldämper. Der Knick im Rohr ist bauartbedingt und muss so sein.

 

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Der Endschalldämpfer mit den Endrohren (2 x 76mm schräg). Alle Verschleißteile, wie z.B. die Gummilager wurden natürlich gleich mit erneuert.

 

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Gesagt, getan! Ab in die Hobbywerkstatt und rauf auf die Hebebühne (gab tatsächlich nur eine Hebebühne, auf die mein BMW mit dem Gewindefahrwerk (Link zum Post) gepasst hat…. Glück gehabt 😉 ).

 

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Die alte Auspuffanlage von unten. Es wurde Zeit für eine neue Anlage!
Die Auspuffanlage ist an diversen Aufhängungsblechen mit der Karosserie verbunden. Alles kein Hexenwerk, einfach die Schrauben lösen und der Auspuff kommt euch schon entgegen. Deshalb am besten vorher den Auspuff abstützen. Hatten wir natürlich vergessen, aber zum Glück gab es keine Verletzten 😉

 

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Das Problem waren wie beschrieben die Flanschverbindungen. Auf dem Bild ist der alte Auspuff bereits demontiert und man sieht die Verbindungen. An den vier kleinen Löchern sitzen Verbindungsschrauben, die einfach nur festgerostet waren. selbst haufenweise Rostlöser und ca. eine Stunde lang draufhämmern hatte nichts gebracht. Um die Dinger nun rauszubekommen, damit das Ganze so schön wie auf dem Bild aussieht, musste zu rabiateren Maßnahmen gegriffen werden: ein Schweißbrenner! Gut, dass ich in der Hobbywerkstatt war, den ich habe zu Hause nicht einfach mal so einen Schweißbrenner rumfliegen… 😉
Mit dem Schweißbrenner den Flansch zum glühen bringen und dann können relativ einfach die festgerosteten Schrauben ausgeschlagen werden. Vorsicht beim ausschlagen! Die Schrauben selbst sind noch verdammt heiß!

 

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Hier sieht man uns dann auch mal beim Arbeiten. Es wird gerade der neue Endschalldämpfer festgeschraubt.

 

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Und so sieht das Ganze dann fertig von unten aus. Auf dem Bild sieht man in der Mitte auch sehr schön die Haltebleche für den Auspuff.

 

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Und der Endschalldämpfer mit den zwei Endrohren. Passt genau zu dem Auto. Etwas auffälliger und aggressiver als die original Endrohre, aber nicht zu aufdringlich.
Alles in allem war die Passgenauigkeit der FSW Anlage sehr gut. Nur die Endrohre haben nicht ganz in die serienmäßigen Ausschnitte der Heckschürze gepasst. Es war zwar nicht viel, aber die Heckschürze hat am Endrohr etwas angelegen. Das ist natürlich nicht so gut, da die Endrohre heiß werden und dann die Heckschürze wegbruzzeln. Ist aber alles kein Problem! Einfach ein wenig die Heckschürze ausschneiden und es passt 😉

Fazit:
Aussehen: TOP! Auffällig, aber doch noch dezent. So wie ich es wollte.
Klang: Einfach nur genial. Schön dumpf und sportlich, aber nicht übertrieben. Auf jeden Fall keine Krawallbüchse!
Leistung: Na ja, ich persönlich spüre keine übermäßige Änderung der Leistung. Eventuell ist er nun im unteren Drehzahlbereich etwas kräftiger, aber die vielleicht 2-3 PS spürt man nicht. Aber egal 😉

Der Umbau hat sich auf jeden Fall gelohnt und der BMW kommt einem Ringtool immer näher 😉