TÜV Eintragung der Umbauten am Fahrwerk & Bremsschläuche

Wie im Post „Entscheidung weiteres Vorgehen“ erläutert, hatte ich damit das Fahrwerk neu aufgestellt und den BMW vorerst tauglich für ein paar Runden Nordschleife gemacht. Bevor es jedoch auf die Nordschleife gehen konnte, stand die Eintragung der Umbauten beim TÜV an:

  • Felgen
  • Fahrwerk
  • Stabilisatoren

Für das Fahrwerk und die Stabilisatoren hatte ich ein TÜV-Teilegutachten. Für die Felgen habe ich mir von BMW ein Unbedenklichkeits- und Traglastgutachten geben lassen. Da sich alle drei Umbauten jedoch erheblich auf die Fahrdynamik und die Sicherheit auswirkten, mussten die Umbauten als Gesamtumbau gesehen werden und eingetragen werden. Zusätzlich benötigte ich noch ein Protokoll der Achsvermessung.

Einige Prüfer scheuen sich vor solchen Eintragungen und machen einem das Leben schwer, obwohl man Gutachten für die Einzelteile hat und auch in diesen Gutachten vermerkt ist, dass sich sämtliche zusätzliche Umbauten nicht auf das Einzelgutachten auswirken. Wenn man nun noch in Hessen wohnt, macht dies die Sache nicht unbedingt leichter. Wie auch immer…

Selbstverständlich muss geprüft werden, ob die Einbauten richtig vollzogen wurden und keine Gefahren hieraus bestehen. Gerät man jedoch an einen TÜV-Prüfer, der mit solchen sportlichen Umbauten nichts anfangen kann, und dies eher als „lächerlich“ ansieht, hat man schlechte Karten. Versteht mich nicht falsch, die Sachen einzutragen ist nicht illegal, sondern erfordert eigentlich nur etwas motorsportlichen Sachverstand vom TÜV-Prüfer. Ich habe zum Glück eine TÜV-Stelle (in Hessen) gefunden, die dies hat.

Somit war die Eintragung nach einer angemessenen Prüfung der Umbauten kein Problem.

 

Zur Vollständigkeit noch ein paar Kommentare zu den verbleibenden Umbauten in Bezug auf eine TÜV- Eintragung.

Folgende Umbauten müssen nicht eingetragen werden:

  • Lager hintere Längsträger (Verschleißteil; den TÜV würde es nur stören, wenn die Lager verschlissen wären)
  • Domstreben (nicht sicherheitsrelevant)
  • Bremsflüssigkeit (Flüssigkeiten sind meines Wissens nicht eintragungsrelevant)

Folgende Umbauten hatten eine Allgemeine Betriebserlaubnis (ABE), demnach war eine Eintragung nicht erforderlich:

  • Bremsschläuche